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Fragen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Kommunikation. Wir zeigen dem Gegenüber unser Interesse, bekommen Informationen und können sogar das Gespräch in die Richtung lenken, die uns interessiert.
Leider wird diese wunderbare Methode viel zu wenig genutzt. Liegt es daran, dass uns die Regeln nicht mehr deutlich sind? Dabei sind sie so einfach: Fragewort am Anfang, Stimme heben am Ende. Dieses Verfahren garantiert einen sogenannten „Antwortreflex“. In den meisten Fällen bekommen wir sogar die Information, die wir gerne hätten. Wenn....., ja wenn wir die Frage richtig stellen.
Es gibt einen Haufen Möglichkeiten Fragen „falsch“ zu stellen, also so, dass der Antwortreflex ausbleibt oder das Gegenüber das Thema nach Belieben wechseln kann. Fast alle Fehler zeichnen sich dadurch aus, dass sie immer damit einhergehen, das Gegenüber zu beschränken und seine/ihre Meinungen nicht ernsthaft respektieren. Wenn ich wissen will, was Sie von dem Huhn auf meiner Linkseite halten, muss ich fragen „Was halten Sie davon?“ und nicht „Gefällt Ihnen das Huhn?“ Ich bekomme mit Sicherheit von Ihnen unterschiedliche Antworten auf meine Fragen.
Alle diese Fehler beschränken uns in unseren Kommunikationsmöglichkeiten. Aber alle diese Fehler sind auch oft zu beobachten.
Fangen Sie damit an den Anderen zuzuhören: im Fernsehen, in der Kneipe und in Ihren beruflichen Kontexten. Sensibilisieren Sie sich für gute Fragestellungen und freuen Sie sich über intensivere, effektivere Kontakte.
„Aber“ ist das Wort, das einen Einwand einleitet; mit „Aber“ signalisieren wir Ausnahmen und deuten beim Gebrauch im Satz Ungereimtheiten an. Für mich als Kommunizierende steht das „Aber“, das ich höre, immer als ein Zeichen für Widerspruch zu dem, was ich gerade gesagt habe.
Und was bewirkt es bei mir??? Genau: Ich erschrecke (na gut, nur ein bisschen), das harmonische Gefühl wird weniger und ich wappne mich für den Widerspruch (den ich vermutlich auch mit einem „Ja, aber“ einleiten werde).
Mein Gegenüber: „Das Gras ist grün.“ Ich: „Ja, aber wenn man es trocknet, wird es braun.“ Mein Gegenüber: „Ja, aber dann ist es kein Gras mehr, sondern Heu.“
Peng. Unvereinbare Positionen, in Sekundenschnelle in die Welt gesetzt. „Aber“ das Garant für Disharmonie.
Die Frage ist nun, brauche ich das? Werde ich in irgendeiner Art dafür belohnt (oder bezahlt), dass ich auch bei Kleinigkeiten auf Korrektheit und Präzision bestehe? Oder ist das nur eine antrainierte sprachliche Macke weil das alle machen?
Drehen wir es mal herum: Das Wort für Harmonie ist „Und“. Besser noch „Ja, und“. Ich bestätige mein Gegenüber und füge eine Ergänzung an.
Mein Gegenüber: „Das Gras ist grün.“ Ich: „Ja, und wenn man es trocknet, wird es braun.“ Mein Gegenüber: „Stimmt.“
Seltsame Veränderung: Es kommt kein erneuter Widerspruch, das Sprechtempo wird langsamer und mein Gegenüber schaut mich freundlich an. In viel kürzerer Zeit entsteht so ein Konsens.
Kann es sein, dass wir mit diesem einfachen Trick ein Rezept für schnellere, effektivere (und harmonischere) Verhandlungen entdeckt haben?
Experimentieren Sie doch mal damit, Ihr „Aber“ durch ein „Und“ zu ersetzen, egal ob in der Kneipe, in Ihrem Netzwerk oder in Ihren geschäftlichen Verhandlungen.
Teilen Sie mir Ihre Erfahrungen mit, damit wir diese Idee möglicherweise gemeinsam weiter entwickeln können.
mail@annefischer.de
GesprächskillerGesprächskiller werden unbewußt (oder bewußt) verwandt, um einen Dialog zu stören, unmöglich zu machen oder garnicht erst entstehen zu lassen. Sie drücken unterschwelligen Ärger aus und signalisieren dem Gegenüber Respektlosigkeit und vor allem: einen Mangel an überzeugenden Argumenten. Beispiele:A: „Das kann ja gar nicht funktionieren.“ Entkräften lassen sich diese Gesprächskiller dadurch, dass1. sie bewusst wahrgenommen werden Beispiele:A: „Das kann ja garnicht funktionieren.“ |
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Gesprächskiller |
Übersetzung in eine freundliche und wertschätzende Formulierung |
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„Da haben Sie keine Ahnung.“ |
„ Ich habe andere Informationen.“ |
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„Das kann ich besser beurteilen.“ |
„ Meine Erfahrungen sind da anders.“ |
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„Das ist falsch.“ |
„ Das sehe ich anders.“ |
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„Wollen Sie etwa damit sagen...“ |
„Verstehe ich das richtig...?“ |
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„Jetzt kommen Sie mal zur Sache.“ |
„ Worum geht es Ihnen konkret?“ |
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„Das ist doch lächerlich.“ |
„ Die Idee erscheint mir übertrieben.“ |
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„Wissen Sie vielleicht eine bessere Lösung?“ |
„Welche Lösung schlagen Sie vor?“ |
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„Wie soll ich das wissen?“ |
„ Ich weiß es nicht.“ |
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Dem Gesprächspartner mit Neugier, Interesse und Respekt begegnen.
Grundsätzlich ist jede gute Frage ein prima Start in den Small Talk.
Am effektivsten ist es
Es gibt in der deutschen Sprache eine Menge Möglichkeiten die Zuhörer und Zuhörerinnen zu langweilen.
Okay, nicht etwa, dass ich mir einbilde, irgend jemand könnte länger als 30 Sekunden zuhören ohne in eigene Ideen abzuschweifen.
Aber es gibt eben doch Vorträge, Überzeugungsreden und Statements, die kurzweilig sind und ihre Informationen auf eine Art und Weise präsentieren, die ich mir gut merken kann.
Wenn Sie, liebe Internetsurferin, lieber Internetsurfer aber nun unbedingt darauf bestehen ihre ZuhörerInnen in spontanen Tiefschlaf zu versetzen, dann empfehlen sich einige der folgenden Langweilertechniken:
Technik |
Beschreibung / Beispiele |
Ausgelöste Wirkung |
Einschlafbegriffe |
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Spontanes Abschalten |
Man-Formulierungen unmotivierte Wir-Form |
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Das Interesse sinkt. |
Konjunktive |
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Der Handlungsimpuls wird geringer |
Verallgemeinerungen
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Mehr Nachdruck als notwendig
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Die Seriosität der Aussage wird angezweifelt, der Widerstand steigt |
Und-Verknüpfungen oder am Satzende die Stimme nicht senken |
am Satzende oder -anfang |
Die Informationsdichte wird zu hoch und die Argumente werden gleichrangig bewertet. |
Fragfloskeln
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Versuch Bestätigung (z.B. Nicken) zu bekommen
Diese Tabelle ist interessant, nicht wahr? |
Stellt Aussagen in Frage und macht sie dadurch unglaubwürdig und uninteressant |
Befehle |
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Löst garantiert Widerstand aus |
Verniedlichungen |
Versuch, die Aufmerksamkeit behalten zu wollen
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Misstrauen bei den Zuhörenden |